Events

NACHLESE:
Nachlese "Bücher · Blumen · Fest" in Dörfles
Nachlese "Gratulation zum ausgezeichneten Erfolg!"
Was trägt dazu bei? Bildungsgespräch zum Thema Schulqualität.
Nachlese "Montessori für Senioren und Demenzkranke"
Hilf mir solange wie möglich, es selbst zu tun!
Nachlese Dr. Norbert Arlt „Menschenbilder“.
Nachlese Christine Spindler liest aus „Mond aus Glas“.
Nachlese Brissa Wudy liest aus „Schiffbruch ... und das Leben ist doch vollkommen!“.
Nachlese „Beziehung … ein Irrgarten zwischen Lust und Frust“ von Dr. Norbert Arlt.
Nachlese „10 nach 10 - Montessori für Demenzkranke“ von Hella Klein.
Aus ihren Werken lesen Patricia Radda und Ernst Zlo.
NACHLESE

Bücher Blumen Fest
in Dörfles
20. - 22. Juni 2013


An 3 Nachmittagen standen die Verlagsräume für Gäste offen.
Trotz hoher Temperaturen mit teilweise über 36 Grad fanden sich interessierte Leser ein.
In schattigen Plätzen bei kühlen Getränken fanden anregende Gespräche statt.
Blumengeschenke und gratis Jubiläumskalender zu jedem Bücherkauf fanden großen Anklang bei den Kunden.
Unsere Kinderbücher fanden heuer die meisten Käufer. Wir freuen uns sehr, dass die Kinder in diesem Jahr im Vordergrund gestanden sind.

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Buchpräsentation
"Gratulation zum ausgezeichneten Erfolg!"
Was trägt dazu bei?


5.6.2013

Bildungsgespräch zum Thema Schulqualität
Buchpräsentation und Gespräch mit den Autoren

  • Franz Eberhart und Benno Kapelari - „Handbuch Freie Alternativschulen“,
  • Prof. Mag. Dr. Marianne Wilhelm,Professorin der Pädagogischen Hochschule in Wien und Bereichskoordinatorin am Forschungsinstitut der PH Wien, sowie
  • Monica Polanszky, pädagogische Leiterin von MOKIWE Schule und Kinderhaus.

Moderation: Dagmar Schröter, Mitinitiatorin des Bildungsfrühlings.

Dagmar Schröter führt in lebendiger Art durch das Gespräch mit den interessanten Gästen. Zu Beginn muss sie von der Erkrankung unseres angekündigten Gastes Daiel Landau, AHS-Lehrer und ehemaliger Bildungsombudsmann bei DiePresse, berichten. Er musste ungeplant ins Spital, es geht ihm aber den Umständen entsprechend gut. Inge Schedler vom Bildungsfrühling hat es dann binnen weniger Stunden geschafft einen würdigen Ersatz zu finden in Person von Frau Prof. Mag. Dr. Marianne Wilhelm. Wir bedanken uns an dieser Stelle herzliche bei der Professorin für ihre schnelle Zusage trotz anderer Verpflichtungen!

Dagmer Schröter begann die Diskussion mit der Frage: „Was ist eine gute Schule“. Schule hat eine gesellschaftliche Aufgabe dass die jungen Leute in die Gesellschaft hineinwachsen und später die Gesellschaft tragen und weiterentwickeln. Das ist die Vermittlung der Grundvertigen wie Lesen, Schreiben, Rchnen, aber auch Individualförderung, dem Kind helfen, sich im souialen Umfeld zurecht zu finden.

Ein wichtiger Aspekt für alle Diskutanten waren die Eltern. Eltern sollen Zugang zur Schule haben, sie müssen jedoch auch betreut werden. Es ist in niemandes Interesse wenn z.B. eine Mutter bis ins Klassenzimmer geht und die Schulsachen des Kindes aufbaut. Aber den Kontakt der Eltern mit Schule auf ein 10 Minutengespräch im Rahmen eines Elternsprechtages zu beschränken wird auch als nicht zielführend erachtet.

Benno Kapelari vertritt die Meinung, dass ein ansprechender Eingangsbereich zum Ankommen wichtig ist. Wo Pädagogen da sind und Kinder und Eltern beim Ankommen auch sehen können. Eltern haben dann die Zeit die sich auch brauchen zu gehen ebenso wie die Kinder. Das „Gesehenwerden“ ist eine feine Erfahrung.

Eine weitere Frage der Moderatorin: „ Kennt wer Schulen wo das gelingt? Franz Eberhart antwortet, dass es das in alternativen Schulen öfter gibt wie in öffentlichen Schulen.

Zum Thema Eltern ist Monika Polansky noch wichtig, dass man sie seitens der Schule einladet, aber nicht verpflichtet zur Mitarbeit. Den Eltern das Gefühl gebe, dass sie willkommen sind, auf gleicher Ebene. Frau Prof. Wilhelm ist ein Schulisches Standortgespräch sehr wichtig. Dabei sind die Eltern auch ein wichtiger Faktor. Wie die Eltern ihr Kind sehen ist ein wesentlicher Aspekt.

Es werden schon in vielen Kindergärten Portfolios erstellt. Dabei werden die Fähigkeiten jedes Kindes beschrieben. Einige Schulen verwenden das als Grundlage, was grundsätzlich sehr zu begrüßen ist. Wie in vielen Bereichen des Lebens wird das in einigen Fällen in Richtung „Leistung“ zweckentfremdet.

Die Frage: „Gibt es im alternativen Bereich „übervorsorgliche“ Eltern?“ wird von Benno Kapelari beantwortet. Er stellt fest, dass es diese Eltern überall gibt, auch in öffentlichen Schulen. Für ihn ist die Haltung ein grundlegende Punkt. Das ICH entsteht mit einem authentischen DU. Für ihn ist auch eine einladende Schularchitektur ganz wichtig, was seiner Meinung sehr oft nicht vorhanden ist. Das ist öfter in Alternativschulen vorhanden.

Jedes Lernen beginnt mit einer pädlagogischen Situation. Dieser Satz von Peter Petersen wird von Frau Prof. Wilhelm zitiert. Schule ist auch für Kinder schwierig. Eine gute Schule wird oft nach ihrem „Output“ eingestuft, also ob die Schüler in den prüfbaren Gegenständen gute Noten haben. Gute Schule wird im Auditorium befunden sollte an den Absolventen gemessen werden, die eine selbständige Persönlichkeit entwickelt haben und ihren Lebensweg eigenverantwortlich und selbstbewusst gehen.

Untersuchungen haben ergeben, dass die geleisteten Ergebnisse in altersübergreifenden Klassen höher sind, als in Klassen mit gleichaltrigen Kindern. Jedes noch so gute Konzept muss von Zeit zu Zeit reflektiert und den gegenwärtigen Verhältnissen angepasst werden. Man verändert nichts mit Schimpfen und Hetzen gegen Lehrer, Schüler, Eltern. Anziehend für jede Veränderung sind Menschen, die glücklich und lebendig ihren Weg gehen.

Der Neurobiologe Gerald Hüther sagt zur Schule von morgen in einem Interview: „Ich bin ein bisschen frech und verkünde hier in Deutschland, dass es in sechs Jahren solche Schulen, wie wir sie heute noch kennen, nicht mehr geben wird. Was jetzt in den Betrieben und in den Universitäten gebraucht wird, sind junge Menschen, die begeisterte Entdecker und Tüftler und Gestalter sind. Und die vor allen Dingen gelernt haben, dass man sich gemeinsam mit anderen auf den Weg machen muss.“

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Infoabend
"Montessori für Senioren und Demenzkranke"
Hilf mir solange wie möglich, es selbst zu tun!


Maria Montessori entwickelte wertvolle Ansätze zu den Themen Achtsamkeit, Beobachtung und individuelle Förderung, die in der Arbeit mit Senioren genauso Gültigkeit haben, wie in der Arbeit mit Kindern. Montessori-Pädagogik bietet somit auch die Grundvorrausetzung für ein ganzheitliches Konzept im Bereich der Spätförderung.

TeilnehmerInnen
Fachkräfte in Berufs- und Arbeitsfeldern der Senioren- und Demenzpflege, Betreuungsassistenten, Altenpflegehelfer, Ergotherapeuten, pflegende Angehörige, ehrenamtlich Tätige und alle, die sich reformpädagogisch weiterbilden möchten

Ziele
Die Teilnehmenden verstehen die Theorie und die Prinzipien der Montessori Pädagogik. Sie können den reformpädagogischen Ansatz in die praktische Arbeit mit Senioren umsetzen. Sie haben Techniken zur Beobachtungen und entsprechenden Förderung gesehen und können sie anwenden. Sie haben das entsprechende Material kennengelernt und die Umsetzung geübt.

Informationsabend:

16.5.2013 18:30
Skodagasse 3/6
1080 Wien
Eintritt frei!

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Dr. Norbert Arlt
Menschenbilder

Herr Dr. Norbert Arlt hat in den schönen Räumen des Bridgeclubs bridge4you in Baden einen feinen Abend gestaltet. Der Psychotherapeut in freier Praxis, Lehrtherapeut und Lehrbeauftragte der Ärztekammer hat zu seinen beiden Werken Einzelkind – Privileg oder Schicksal und Beziehung … ein Irrgarten zwischen Lust und Frust jeweils einen kurzen Impulsvortrag gehalten und dann daraus gelesen.

Ein dem Autor sehr wichtiger Satz ist: „Man muss tief in sich drinnen akzeptieren, dass wir alle verschieden sind!“ Jeder ist überzeugt, dass das, was er macht, richtig ist. Herr Dr. Arlt bringt ein drastisches Beispiel, um das zu veranschaulichen. „Ich esse gerne Erdbeeren mit Schlagobers. Wenn ich das in einen Forellenteich halte, beißen die Fische nicht an. Warum schmeckt denen das nicht, wenn ich es so gut finde?“

Herr Dr. Arlt arbeitet gerne mit den Archetypen. Wie bei allen andern Formen, z. B. Tierkreiszeichen, gibt es einen Machttypen, im Fall der griechischen Mythologie ist das der „Zeustyp“. Dieser ist geeignet für Führungspositionen. Das hat natürlich viel mit Macht zu tun, hat seine Vor- und Nachteile. Und das ist gut so. Es braucht die verschiedenen Typen, um alle notwendigen Lebensbereiche abzudecken.

Im Einzelkind nimmt Dr. Arlt auch Bezug auf die griechische Mythologie. Er liest aus dem Kapitel über alleinerziehende Mütter. Danach beantwortet der Autor Fragen aus dem Publikum.

Danach gibt es eine kurze Pause, in der sich die Gäste laben können. Weiter geht es mit einem kurzen Impuls zum Thema Beziehung. Für Herrn Dr. Arlt ist das Leben ein permanenter Lernprozess. Es darf uns auch gut gehen, aber der Lernprozess steht im Vordergrund. Und dazu gehören auch Beziehungen.

Der Partner bringt etwas anderes in die Beziehung mit. Wenn man das annehmen kann, ist das eine große Bereicherung und man wachst daran. Immer nur Harmonie bringt allerdings wenig bis keine Wachstumschancen. Etwas überspitzt formuliert: „Ich kann eine Wohlfühlbeziehung führen, in der ich nichts lerne, oder eine Lernbeziehung, in der ich mich nicht wohlfühle.“ Eine Beziehung kann ein Lernprozess sein. Es ist ähnlich wie in der Schule, ich kann das Lernen akzeptieren oder ich rebelliere dagegen und durchlebe dann unter Umständen die Hölle.

Viele haben sich schon den Kopf zerbrochen, wie sie die Welt ändern könnten, aber nicht wie sie sich selber ändern könnten.

Nach einer Lesung aus seinem Buch Beziehung … ein Irrgarten zwischen Lust und Frust kommt es zur regen Diskussion mit dem Publikum.

Eine Runde Prosecco, während der Herr Dr. Arlt seine Bücher signiert, beschließt den gelungenen Abend.



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NACHLESE
Impulsraum 2012
Werke Ideen Lesen

Der ImpulsRaum des RGV fand am 8.11.2012 wieder in der Alten Schieberkammer im 15. Bezirk in Wien statt.

Heuer haben zwei bemerkenswerte Autorinnen aus ihren Werken gelesen. Christine Spindler, die Autorin von über 40 Büchern, kam für diesen Anlass nach Wien. Sie hat in Heidelberg kurzzeitig Physik studiert, machte dann eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin und arbeitete später am Max Plank Institut für Kernphysik in Heidelberg. 1999 veröffentlichte sie in den USA ihren Debütroman, den ersten Teil ihrer Inspektor-Terry-Reihe. Christine Spindler begann hauptberuflich als Schriftstellerin zu arbeiten und schrieb zahlreiche weitere Krimis und Kinderbücher.


Mond aus Glas ist ihr Herzensroman. Er trägt autobiografische Züge und berührt sowohl Jugendliche wie Erwachsene. Trauer ist für die Autorin mit der Unwiederbringlichkeit verbunden. Man kann nach einem Todesfall nicht zurück in der Zeit, um etwas anders zu machen. Was geschehen ist, ist geschehen. Sie hat den Roman nach dem Tod ihrer Mutter geschrieben und hatte beim Schreiben an manchen Stellen das Gefühl, dass ihre Mutter sie „begleitet“. Sie beschreibt eine Familie, in der eine Zwillingsschwester stirbt. Die Mutter kann den Tod sehr lange Zeit gar nicht überwinden, der Vater muss immer stark sein. Nur die Tante, geistig leicht behindert, ist eine Stütze für die überlebende Zwillingsschwester Luna. Christine Spindler beginnt in ihrem Roman Mond aus Glas jedes Kapitel mit einem Gedicht. Diese Gedichte hat sie im Alter von 18 Jahren geschrieben, ungefähr in dem Alter, in dem ihre Hauptfiguren Luna und Finn sind.

Christine Spindler zieht das Publikum mit ihrem gefühlsbetonten Lesestil in den Bann. Sie erzählt auch, wie sie vom nächsten Roman dieses Abends, Schiffbruch und das Leben ist doch vollkommen, fasziniert ist und übergibt damit das Wort an Brissa Wudy.

Brissa Wudy ist gelernte Sonderschullehrerin und hat bis zu einem Unfall im Jahre 1995, der eine Querschnittlähmung zur Folge hatte, an verschiedenen Kinderprojekten mitgewirkt. Sie ist zum Zeitpunkt des Unfalls alleinerziehende Mutter zweier kleiner Kinder und meistert diesen Schicksalsschlag auf bewundernswerte Weise.

2007 beginnt sie durch eine große Inspiration zu schreiben – ihr Verstand erlebt ihr Leben als Schiffbruch, ihre Seele weiß, alles ist vollkommen. Seit diesem Zeitpunkt hat sie das Glück in ihr Leben eingeladen und ist, trotz Körperbehinderung, mit zunehmender Lebensfreude und Humor gesegnet. Brissa Wudy hat ihren Roman in zwei Geschichten geschrieben. Abwechselnd erzählt sie in ihrem Buch von ihrem Unfall und wie sie mit dieser plötzlichen Einschränkung in ihrem Leben fertig wurde, und sie erzählt auch eine erfundene Geschichte über ein gestrandetes Schiff mit fünf Überlebenden. Nachdem Brissa Wudy früher immer dachte, ihr könne nichts, aber schon gar nichts Schlimmes passieren, hat sie nach dem „großen Knall“ in ihrem Leben erfahren, dass in jeder Krise immer jemand da war, der ihr geholfen hat. Sie wurde dankbar für die vielen helfenden „Engel“ in ihrem Leben. Trotz der attestierten 100%igen Behinderung wird sie von Tag zu Tag glücklicher.



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Beziehung
… ein Irrgarten zwischen Lust und Frust
25.11.2011 um 19.00
Augustinerkeller (Vinothek), Augustinerstraße 1, 1010 Wien



Die Buchpräsentation von Beziehung … ein Irrgarten zwischen Lust und Frust von Dr. Norbert Arlt wurde mit einer Privatführung durch die Magritte-Ausstellung in der Albertina eröffnet. Dort wurde unter anderem „Les amants“, das Coverbild des Buches, besprochen. Um 19 Uhr begann dann die eigentliche Buchpräsentation.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Verlagschefin Renate Götz führten Gabriele Kuhn-Hufnagl und Michael Hufnagl in humorvoller Art in das neue Werk des Autors Dr. Norbert Arlt ein. Sie hatten kurze Zitate aus dem Buch ausgewählt, die sie sich nun gegenseitig vorlasen.

Dr. Arlt, dessen Buch Einzelkind – Privileg oder Schicksal bereits im Renate Götz Verlag erschienen ist, referierte dann über Entstehung und Inhalt seines zweiten Werkes Beziehung … ein Irrgarten zwischen Lust und Frust. Nach der Lesung signierte der Autor die Bücher. Im Anschluss an diese gelungene Veranstaltung saßen die Besucher noch lange bei angeregten Gesprächen mit dem Autor und Familie Hufnagl im Augustinerkeller zusammen.

Über den Autor:
Dr. Norbert Arlt

ist klinischer Psychologe und Psychotherapeut in freier Praxis.
Nach seinem Buch über die Einzelkind-Problematik beschäftigt sich Norbert Arlt jetzt mit den Schwierigkeiten, eine Beziehung zu leben, und wie mühsam es ist, die allseits erwartete Glückseligkeit im Lebensalltag zu erlangen.

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Impulsraum
Werke • Ideen • Lesen
16. November 2011 . 19.00 Uhr
Alte Schieberkammer . 1150 Wien . Meiselstraße 20

Über den ersten ImpulsRaum des RGV am 16.11.2011 in der Alten Schieberkammer in 1150 Wien spannt sich ein Bogen mit dem Thema Montessori.


Nach der Begrüßung durch Verlagschefin Renate Götz beginnt Hella Klein, die Autorin von 10 nach 10 – Montessori für Demenzkranke ihren berührenden Vortrag. Sie erzählt, wie sie in jungen Jahren zur Montessori-Pädagogik gekommen ist und als Kindergärtnerin begann. Anfangs skeptisch gegenüber dieser Pädagogik, lernte sie die Vorzüge der Ideen Maria Montessoris in einem damals recht tristen Umfeld mit vielen Kindern, deren Eltern Analphabeten waren, rasch kennen. Als Frau Klein in Pension ging, wurde ihr Mann dement, was sie anfangs nicht verstanden hat. Sie hat insgesamt 3 Jahre gebraucht, bis sie mit dieser heimtückischen Krankheit umgehen konnte, und hat dann ihren Mann noch 4 Jahre bis zu seinem Tod begleitet. Dabei hat sie wertvolle Erfahrungen gemacht, die sie jetzt ehrenamtlich 2 Mal wöchentlich in einem deutschen Pflegeheim anwendet. Ein wichtiger Schwerpunkt ist, eine Kompetenz des Kranken zu finden. Ihr Mann konnte bis zum Schluss über seinen Beruf erzählen. Eine Patientin aus dem Pflegeheim kann vom Lied „Kein schöner Land“ alle Strophen auswendig und hat große Freude, wenn sie dieses singen kann. Als Hella Klein erstmals in diesem Pflegeheim war, wurde sie mit 8 Personen allein gelassen, von denen man ihr nur erklärt hat, was diese alles NICHT können. Und mit 2 Spielen: „Mensch ärgere Dich nicht“ und „11er raus“. Allmählich hat sie einen Montessori-Raum eingerichtet und mit den teilweise in ihrem Buch beschriebenen Materialien gefüllt. Wenn Frau Klein jetzt in das Heim kommt, freuen sich viele Insassen schon darauf, mit ihr in dieses Zimmer gehen zu können. Sie liest meistens noch eine lustige Geschichte, bevor sie wieder geht, was besonders gerne angenommen wird. Wichtig in ihrer Arbeit ist ihr auch, dass sie langsam, laut und deutlich mit den Leuten spricht, ohne mit ihnen zu schreien, wenn sie schlechter hören. Wenn jemand schon schlecht hört, irritiert ihn das „Geschrei“ noch mehr. Wenn ein Patient einen Schub hat und sehr ängstlich oder aggressiv ist, lenkt sie sofort ab. Das ist einer der wichtigsten Punkte, die Frau Klein im Zusammenleben mit ihrem Mann begriffen hat: Im ersten Impuls wollte sie ihm immer erklären, wie es denn „richtig“ sei, aber das ist in diesem Augenblick für einen Demenzkranken nicht annehmbar. Am meisten hilft man solchen Menschen, wenn man sie möglichst schnell emotional aus diesem Zustand rausholt, und das geht mit Ablenken sehr wirkungsvoll. Frau Klein rundet ihren Vortrag mit einer Patientengeschichte aus ihrem Buch 10 nach 10 ab.

Weiter geht das Programm des ImpulsRaumes mit Patricia Radda, der jüngsten Autorin im RGV. Sie war selbst in einer Montessori-Schule und hat seit frühester Kindheit gelesen und, wie sie selbst betont, viel geschrieben. Sie bringt in ihrem Buch überbrücken immer wieder Zitate aus den von ihr gelesenen Büchern, die zum Lauf ihrer Geschichte passen. Es ist ihr sehr wichtig, dass man aus den Zitaten nicht heraushört, welches Buch ihr gefallen hat und welches nicht. Das ist ihr auch gut gelungen. Sie liest mehrere Textstellen aus ihrem Buch.

Ernst Zloklikovits rundet den ImpulsRaum mit einer Lesung aus seinem Buch ab. Er war als Vater in der Organisation einer Montessori-Schule für seine Tochter tätig. Er beginnt mit einem Zitat von Mark Twain: „Das Gehirn ist eine Maschine, die sich Millionen und Abermillionen von Dingen merkt, bis man aufsteht und eine Rede hält.“ Er bittet dann das Publikum, sein Buch Dr.Dr. Hornbostls Gedankensplitter auf Seite 13 aufzuschlagen. Nach einem verblüfften Blick in das Auditorium meint er: „Was, Sie haben das Buch nicht? Na, dann lese ich Ihnen halt vor.“ Seine humoristischen Kurzgeschichten bringen die Besucher zum Lachen und wecken die Neugier auf sein Buch.

Mit angeregten Plaudereien mit den AutorInnen bei einem Gläschen Sekt endet der erste ImpulsRaum des RGV. Wir freuen uns auf nächstes Jahr!

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Präsentation:
„TEENPOWER - Jugendliche verstehen und motivieren!“
von Pia Beck Rydahl



Datum: Donnerstag, 18. November 2010

Pia Beck Rydahl beginnt ihren interessanten Vortrag mit der Geschichte der Entstehung ihres Buches „Teenpower – geh DEINEN Weg!“ Sie hat in ihrem ersten Buch viele Jugendliche zu Wort kommen lassen und ihre Erfahrungen aus den Workshops, die sie mit den Jugendlichen in Dänemark durchführt, einfließen lassen.

Pia bezieht das Publikum ein und fragt zuerst nach konkreten Problemen ihrer Zuhörer. Einige der Wortmeldungen: „Wie motiviert man Jugendliche, die ‚NULL-BOCK’ haben“, „Wie bringt man Kinder zum freien Spiel ohne Computer oder ähnliche technische Geräte“. Danach stellt Pia die Frage, was das Großartige daran ist, Eltern von Jugendlichen zu sein. Dabei kommt bald eine Frustration einiger Eltern zu Tage: wenn ihre Kinde die von ihnen gemachten Angebote/Geschenke nicht annehmen.

Kinder und Jugendliche wollen nicht von den Erwachsenen motiviert werden, sie wollen, dass ihnen zugehört wird. Sonst nichts. Es ist schwierig zuzuhören, ohne gleich zu sagen, was man darüber denkt. Wir wollen die Kinder/Jugendlichen vor Fehlern bewahren, aber aus Fehlern lernen sie. Wenn man immer nachfragt, ob die Hausaufgabe gemacht ist, lässt das Gehirn der Kindern nach, so nach dem Motto: es wird für mich gedacht, ich muss es nicht selbst machen. Problem dabei ist allerdings oft die Schule, die die Obsorge über die Aufgaben an die Eltern delegiert. Die Kinder müssen selbst herausfinden, was sie nicht können, nachschlagen, nachfragen. Das ist wichtig, nicht dass die Eltern die Schwächen aufzeigen.

Man kann Motivation nicht „aufpfropfen“, sie muss aus dem Kind selbst entstehen. Die Jugendlichen sollten selbst Verantwortung für ihre Leistungen übernehmen. Wird diese Verantwortung vom Jugendlichen übernommen und wird ein Schuljahr dann trotzdem nicht geschafft, muss man eine neue Abmachung treffen. Das Kind hat es nicht geschafft, aber es hatte die Möglichkeit dazu, und das ist für die Entwicklung sehr wichtig.

Besser ist es, mit dem Jugendlichen darüber zu reden - wie es ihm geht, ob es ihm in der Schule gut geht - als über Aufgaben. Diese sollten allein bewerkstelligt werden.
Auf eine Zwischenfrage aus dem Publikum antwortet Pia, dass es für alle Personen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, wichtig ist, dass ihnen selbst klar ist, was sie wollen. Oft wird ein Punkt erreicht, wo man dabei zwischen Jugendlichen und Eltern nicht weiterkommt. Dann ist es ganz wichtig, inne zu halten und bei sich selber nachzusehen, „was will/kann ich bei mir selbst entwickeln“.

Wichtig ist auch das Ansprechen von Verantwortlichkeiten der jungen Leute. Kommt z. B. ein Kind pünktlich nach Hause, das auch ansprechen, nicht nur, wenn es unpünktlich kommt. Eine nächste Aufgabe stellt Pia an ihre Zuhörer: „Welche positiven Qualitäten/Eigenschaften hat mein Kind?“

In ihrer Präsentation zeigt Pia ein Cartoon. Eine Mutter sitzt mit ihrem kleinen Sohn bei Tisch und sagt: „Nein, du wurdest nicht downgeloadet, du wurdest geboren.“ Heute ist Multitasking für die Kids der Alltag. Der Fernseher läuft, der Laptop ist aufgedreht, dazwischen wird telefoniert. Was uns Erwachsene stresst, ist für die Jugendlichen wesentlich weniger belastend. Sie lernen ganz anders, als die Eltern es taten. Diese können es auch teilweise nutzen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen, in einem Chatroom z. B. Sicherlich liegt es schon in der Aufgabe der Erwachsenen, einem Vereinsamen durch ausschließlichen Gebrauch technischer Geräte entgegenzutreten. Aber wir sollten die andere Kommunikationskultur unserer Jugend akzeptieren und nutzen.

Pia schließt ihren Vortrag mit den Worten:

Love me the way I am and not the way you want me to be.

 


Buchpräsentation:
„Schiffbruch und das Leben ist doch vollkommen!"

von Brissa Wudy
© Fotos, 2010 Heinz Peter Posselt

Von der passionierten Katastrophensammlerin zum Glückspilz

Brissa Wudy präsentierte am 21.5.2010 in den Räumen des Vereins Atmos in Krems ihr soeben erschienenes Buch „Schiffbruch – und das Leben ist doch vollkommen“. Trotz schlechtem Wetter und chaotischen Verhältnissen auf den Straßen fanden viele Gäste den Weg nach Krems, selbst aus Salzburg, Linz und Wien.

Der Abend wurde mit den Klängen eines Monochords begonnen. Verlagschefin Renate Götz schilderte die Geschichte ihres Verlages und freute sich über das gemeinsame Projekt mit der Autorin. Brissa Wudy berichtete über die Entstehungsgeschichte ihres Buches und las daraus.

Brissa Wudy empfindet sich als Glückspilz. Von außen betrachtet ist sie „eine arme Frau“. So, wie sie da in ihrem Rollstuhl sitzt. Doch hat sie seit ihrer frühen Kindheit ein großes Packerl an Lebensfreude mitbekommen. Ihre Mutter sagte ihr, sie sei schon als Kind ein sehr lebensfroher Mensch gewesen. Sie hatte damals den Glauben, dass ihr nicht passieren könne. Und trotzdem war da auch „ein schweres Packerl“ mit einer Art Weltschmerz. Warum gibt es Kriege, Neid, Hass, Umweltsünden?, waren da brennende Fragen.

Dann war da der Knall – der Unfall, nach dem sie völlig hilflos war. Ab diesem Zeitpunkt sah sie die Menschen aus einem ganz anderen Blickwinkel. Es war so viel Hilfe, so viel Unterstützung da, von ihrer Mutter, ihren beiden „Engeln“ – ihren Kindern, vielen FreundInnen, das erfüllte sie mit großer Dankbarkeit. Sie beschreibt in ihrem Buch, wie ihr Menschen hilfreich zur Seite standen.

Die Autorin, die nach ihrem Unfall querschnittgelähmt und an den Rollstuhl gefesselt ist, hat 2007 mit dem Schreiben ihres Buches begonnen. Nach Fertigstellung des Manuskriptes stellte sie sich die Frage, ob ihre Lebensgeschichte überhaupt jemanden interessiert. Kurzerhand bat sie Freunde und Bekannte, als „Testleser“ zu fungieren.

Ein wesentlicher Teil des berührenden Abends war dem Dank gewidmet. Brissa Wudy bedankte sich bei den anwesenden Menschen, die ihr Leben prägten, indem sie ihr Hilfe und Unterstützung angedeihen ließen, in liebevoller Weise mit Worten und Blumen. Vor allem galt der Dank ihrer Mutter, ihren Kindern und FreundInnen. Aber auch dem Renate Götz Verlag, in dem sie für ihr Buch eine Heimat gefunden hat. Insbesondere die Zusammenarbeit mit Hermi Bader, der Lektorin, war eine freudvolle Erfahrung. Ihr Dank galt auch Eva Denk, die aus privaten Gründen nicht anwesend war, der Grafikerin des Renate Götz Verlag für das Cover und die schöne Aufmachung des Buches.

Das Buch erzählt zwei Geschichten: Die Lebensgeschichte von Brissa Wudy und eine Fantasiegeschichte. Diese wechseln sich kapitelweise ab. Dem Leser stehen somit 3 Möglichkeiten offen, dieses Werk zu lesen: nur die Kapitel der biografischen Geschichte, nur die Abschnitte der Fantasiegeschichte oder eben den abwechslungsreichen Mix der beiden.

Brissa Wudy schloss die Buchpräsentation mit den Worten:

„Der große Schrecken über das, was mir passiert ist, ist einem ‚Habe ich Glück gehabt’ gewichen. Das Wesen eines Menschen ist stärker als seine Behinderung.“

Der berührende Abend mit dieser starken und vor Lebensfreude überquellenden Frau klang mit einem hervorragenden Buffet und Schmökern am Büchertisch aus.





Lesung:
„Fragen Sie Dr. Bernhaut"



Datum: Dienstag, 22. Juni 2010
Zeit: 18:00 - 19:30
Ort: THALIA Buch & Medien GmbH , Grinzingerstrasse 112 ,1190 Wien


Vortrag:
„Mit Kindern wachsen"
von Lienhard Valentin

Wie können wir eine harmonische Beziehung zu (unseren) Kindern aufbauen, sie angemessen ins Leben begleiten und es ihnen ermöglichen, ihr Potential weitestgehend zu verwirklichen?

Mittwoch, 12.5.10,19.30h
Seminarzentrum Am Spiegeln
Johann-Hörbiger-Gasse 30
1230 Wien
Preis EUR 15,- pro Person
Anmeldung online auf www.familylab.at oder per mail an info@familylab.at

Mehr Informationen als PDF




Buchpräsentation:
„Fragen Sie Dr. Bernhaut"

Videoclips


16. März 2010, Alte Schieberkammer, Wien.

Nach einführenden Worten von Renate Götz über ihren Verlag, seine Geschichte und den Entstehungsprozess der Zusammenarbeit mit Dr. Bernhaut, begann der Autor und Ö3-Lebenscoach zuerst über die Hintergründe und die Geschichte zu seinem neuesten Buch „Fragen Sie Dr. Bernhaut“ zu sprechen. Etwa 50 Gäste hatten sich zu seiner Buchpräsentation in der Alten Schieberkammer eingefunden, darunter Ö3-Chef Georg Spatt und auch Dr. Bernhauts Mutter. Die von ihm vorgetragenen Auszüge aus seinem Buch untermalte er für das interessierte Publikum mit Anekdoten aus seinen Ö3-Sendungen und seinem Leben und trug so zur guten Atmosphäre der Veranstaltung bei. Der Autor mit der – wie er selbst sagt – angenehmen Stimme beeindruckte durch fachliche Kompetenz und klare, verständliche Aussagen und seine unkomplizierte Art, mit der er seine Zuhörer im Radio genauso wie die Gäste der Buchpräsentation erreichte.

Fragestellungen, Anliegen und Unsicherheiten zu Depressionen, Burn-Out-Syndrom, Ängste und Beziehungskonflikte – das sind die Themenkreise, um die es in Dr. Bernhauts neuestem Buch „Fragen Sie Dr. Bernhaut“ geht. Verständlich aufbereitet möchte er anhand von Fallbeispielen zu mehr Wissen, höherer Akzeptanz und eine Steigerung der Lebensqualität seiner Leser beitragen.

Im Anschluss an die Lesung hatten die Gäste Gelegenheit, sich am Sektbuffet persönlich mit Dr. Bernhaut zu unterhalten.

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Buchpräsentation:
Manuela Miedler und Hans Orsolics "im Ring"

Frau Manuela Miedler stieg am 28.2.2010 um 19h00 im Rahmen der Profiboxgala in der Lugner City zugunsten der Krebshilfe des AKH mit Hans Orsolics "in den Ring" um dort ihre beiden Bücher zu präsentieren.

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Jesper Juul und Pernille W. Lauritsen:
„Frag Jesper Juul - Gespräche mit Eltern“
Fragen von Eltern an Jesper Juul zum Alltagsleben in der Familie

Ein gelungener Abend im Gespräch mit Jesper Juul.

"Frag Jesper Juul - Gespräche mit Eltern" heißt sein neues Buch, das soeben im Renate Götz Verlag erschienen ist. Und Gespräche mit Eltern waren es auch, denen Jesper Juul anläßlich der Buchpräsentation umfangreich Raum gab. Im 15. Wiener Gemeindebezirk ist er ja schon fast zu Hause. Familylab (www.familylab.at) lud am Freitag, 18. September 2009, zum Vortrag und zur Präsentation des neuen Buches ins Haus der Begegnung. Eingangs stellt Renate Götz ihren Verlag vor, der heuer sein 10jähriges Jubiläum feiert und alle bisherigen Bücher von Jesper Juul in Österreich herausgibt. "Gespräche mit Eltern" ist das erste von Jesper Juul, das im Renate Götz Verlag erscheint. Es zeigt in persönlichen Gesprächen mit Eltern, wie Jesper Juul Familien dabei unterstützt, ihre eigenen Wege zu finden.

In seinem Vortrag hebt Jesper Juul deutlich hervor, wie wichtig es ist, authentisch zu bleiben und seinen persönlichen Weg zu finden. Gerade heute, in einer Zeit, in der wir oft auf die Methoden der Eltern nicht zurückgreifen wollen. In einer Zeit, in der uns tausende Ratgeber und Spezialisten tausende Wahrheiten vorgaukeln und behaupten, alle Antworten zu wissen, ist es von so besonderer Wichtigkeit, sich auf seinen persönlichen Weg zu begeben. "Einfach Eltern sein", sagt er, "ist heute schwierig geworden. Viele von uns glauben, ständig gutes Vorbild sein zu müssen, oder kontinuierlicher Pädagoge, zumindest aber laufend Animateur, damit die Kinder nicht enttäuscht sind. "Wir sind Vorbild", sagt Jesper Juul, "das ist richtig. Wir sind aber sicherlich nicht immer gutes Vorbild!", und schmunzelt: "Be realistic - das geht nicht. Wir sind eine ständige Herausforderung für unsere Kinder. Und das ist gut so. Umgekehrt natürlich auch - unsere Kinder sind eine ständige Herausforderung für uns."

Er stellt vier Wertvorstellungen in den Vordergrund, die uns in der Beziehung mit unseren Kindern helfen können. Diese vier Werte ziehen sich auch in seinem Buch wie ein roter Faden durch die Gespräche:

Die Gleichwürdigkeit.
Die Authentizität.
Die persönliche Verantwortung.
Die Integrität.

Kinder brauchen also "echte Erwachsene" als Vorbild und als Beispiel, wie man sich im Alltag verhält, wie man sich im Miteinander gibt, wie man sich entspannt, wie man streitet, wie man Probleme löst, wie man lebt. Und sie brauchen klare Wertvorstellungen der Eltern. Denn das hilft ihnen, die eigenen Werte zu entdecken und diese auch zu leben.

Nach einer Pause, in der Platz für Gespräche und Schmökern am umfangreichen Büchertisch bleibt, bietet der zweite Teil des Abends ausführlich Raum für den Dialog und ganz persönliche Fragen. Viele Facetten dieser Fragen finden sich auch in dem Buch wieder. Das zeigt deutlich, wie nützlich die 16 Fallbeispiele im Buch sein können. Denn es sind Fragen, die vielen von uns begegnen, wenn wir uns auf Erziehung einlassen und so wie Jesper Juul sagt: "Es sind Fragen, die intelligente Antworten verdienen."

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„Einzelkind - Privileg oder Schicksal"
von Dr. Norbert Arlt
16. Sept. 2009:

Zum zweiten Mal präsentierte der Renate Götz Verlag im historischen Gebäude „Alte Schieberkammer“ im 15. Wiener Gemeindebezirk.

Der Autor von „Einzelkind – Privileg oder Schicksal“, Dr. Norbert Arlt, las aus seinem Werk.

Nach einführenden Worten von Renate Götz über den Verlag, dessen Gründungsgeschichte und die Entstehung dieses Buches leitete Hofrat Mag. Dr. Reinhard Skolek zur Lesung über. Dr. Skolek ist Psychotherapeut, Lehranalytiker und Ehrenpräsident der Österreichischen C.G.Jung-Gesellschaft. Er legte dar, dass Märchen die Psychotherapien der früheren Zeiten sind. Anhand einer heiteren Geschichte über das „Erben“ wird der „Vorteil“ von Einzelkindern klar, nämlich im Falle des Ablebens der Eltern nicht teilen zu müssen. Hier liegt ein hohes Konfliktpotential unter Geschwistern.

Einzelkinder sind nicht notwendigerweise Egoisten, wie oft unterstellt wird, aber es kommt vor. Früher war in den Großfamilien immer ein Ansprechpartner für Kinder da. Gab es Konflikte mit den Eltern, konnten die Kinder mit den Großeltern über diese Probleme sprechen. Heute stehen oft nur die Eltern zur Verfügung, außerdem gibt es immer mehr alleinerziehende Elternteile, somit steht für Kinder oft nur eine Person als Ansprechpartner zur Verfügung. So ist derzeit unsere Gesellschaftsform und das ist deshalb so zu akzeptieren.
Das Schöne an dem vorliegenden Buch von Dr. Arlt ist die Aufzählung der verschiedenen Situationen der Einzelkinder, ohne den Zeigefinger zu erheben. Dadurch ist es möglich, Situationen zu erkennen und dann möglicherweise anders zu reagieren.

Dr. Arlt betonte, dass ein ganz wichtiger Punkt in seiner Arbeit als Psychotherapeut der Fokus auf das eigene Leben ist. Jeder muss seinen eigenen Weg finden und gehen. Das Leben der Eltern kann vollkommen in Ordnung sein, aber es wird doch wahrscheinlich sein, dass dieses Leben für das Kind überhaupt nicht passt. Der oft von Eltern oder einem Elternteil erhobene Anspruch an die Kinder, deren Leben weiter zu leben, überfordert Kinder nicht nur, er schränkt sie auch ein auf dem Weg, ihr eigenes Leben zu finden.

Die schmerzlichen Erfahrungen aus seiner Arbeit mit Klienten waren für Dr. Arlt der Antrieb dieses Buch zu schreiben. Er macht an Hand einer Episode aus seiner eigenen Kindheit mit seinem größeren Bruder deutlich, dass es für Kinder oft eine große Entlastung ist, ein Geschwisterkind zu haben. Eltern sind oft völlig o.k., ihre Ansichten sind vernünftig, wenn man sie kennen lernt, sind sie faszinierende Menschen. Und gerade das macht es oft noch schwerer „wegzugehen“, seinen eigenen Weg zu finden. Dr. Arlt ist nach Erscheinen seines Buches klar geworden, dass es eine Hommage auf seinen Bruder darstellt.
Nach dem Vorlesen von einigen Textstellen aus dem Buch beantworteten Dr. Arlt und Dr. Skolek noch die Fragen des Publikums.

Im Anschluss hatten die zahlreichen Gäste Gelegenheit bei einem Sektbuffet mit den Therapeuten zu diskutieren und sich am Büchertisch mit Lektüre zu versorgen.

VIDEOCLIPS vom Vortrag

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Nachlese: Der Sex meiner Träume 2009
Nachlese: So viel Liebe wie mein Kind braucht 2008
Nachlese: Mit IMAGO-Dialogen Brücken schlagen 2008
Nachlese: Reportage Buchpräsentation Seibersdorf 2003
Nachlese: Reportage Buchpräsentation Seibersdorf 2002
Nachlese: Reportage Buchpräsentation Klippitztörl  2001